Der «Big Red Beast»: Der Neue Hochgeschwindigkeitszug, Der Die Schweiz Aufmischt
big red beast – so nennen Eisenbahnfans den neuen Hochgeschwindigkeitszug, der seit diesem Frühjahr auf der Strecke Zürich–Genf unterwegs ist. Offiziell heisst er «SBB Raptor X2000», aber die knallrote Lackierung und das ohrenbetäubende Heulen bei 380 km/h haben ihm diesen Spitznamen eingebracht. Die ersten Fahrgäste staunen: Die Fahrt von Zürich HB nach Genf dauert jetzt nur noch 1 Stunde 45 Minuten.
Doch nicht alle sind begeistert. Anwohner entlang der Strecke klagen über Lärm – vor allem nachts, wenn der big red beast mit voller Kraft durch die Dörfer rast. Die SBB hat bereits reagiert: Sie prüft Schallschutzwände und eine Geschwindigkeitsreduktion auf 300 km/h in sensiblen Abschnitten. Die Debatte ist hitzig, vor allem in den Kantonen Aargau und Waadt.
Rekordversuch mit Nebenwirkungen
Im August 2026 will die SBB einen offiziellen Geschwindigkeitsrekord aufstellen: 400 km/h auf dem Abschnitt zwischen Olten und Bern. Die Technik ist bereit, die Zulassung vom Bundesamt für Verkehr liegt vor. Doch Umweltverbände protestieren. Der Energieverbrauch des Zugs sei immens, und die CO₂-Bilanz im Vergleich zu normalen Zügen schlechter. Die SBB kontert: Der Raptor X2000 fahre zu 100 Prozent mit Ökostrom aus Wasserkraft.
Umweltbedenken: Wie grün ist die rote Bestie?
Der Spitzname «Big Red Beast» klingt nach etwas Wildem, Unkontrolliertem. Tatsächlich verbraucht der Zug auf einer Fahrt von Zürich nach Genf rund 15 000 kWh – mehr als ein Einfamilienhaus in einem Jahr. Die SBB argumentiert, dass die hohe Auslastung die Kosten pro Passagierkilometer senke. Ein Zug voller Leute sei immer noch umweltfreundlicher als ein Flugzeug. Aber die Gegner sagen: Warum nicht gleich auf die bestehende Infrastruktur setzen, statt immer schneller und lauter?
Politische Debatte im Bundeshaus
Die SP hat eine Motion eingereicht, die den Einsatz des «Big Red Beast» auf Nachtstunden verbieten will. Die FDP hingegen sieht darin einen Imagegewinn für die Schweiz als Innovationsstandort. Nationalrat und Zürcher SVP-Politiker Felix Meier: «Wir brauchen diesen Zug, um im internationalen Wettbewerb mitzuhalten. Wir können nicht nur auf die Bremse treten.» Die Abstimmung ist für September geplant.
Technische Details: Was steckt drin?
Der Raptor X2000 ist ein Gemeinschaftsprojekt von Stadler Rail und Siemens. Die Antriebsleistung beträgt 12 Megawatt – das entspricht 16 000 PS. Die Bremsen sind mit einer Keramik-Scheibenbremse ausgestattet, die selbst bei 400 km/h den Zug in 2,5 Kilometern zum Stehen bringt. Die Sitze sind aus recyceltem Aluminium, die Fenster aus Spezialglas, die Vibrationen dämpfen. Ein WLAN-Netz der neuesten Generation erlaubt 5G-Streaming ohne Unterbrechung.
Zukunftsausblick: Kommt der Beast noch weiter?
Die SBB plant bereits eine Verlängerung der Strecke bis nach Basel und Lugano. Auch eine grenzüberschreitende Verbindung nach Lyon und Mailand ist im Gespräch. Der «Big Red Beast» soll zum Symbol für eine europäische Hochgeschwindigkeitsachse werden. Kritiker fürchten, dass die Kosten explodieren – die Bauarbeiten für die neuen Tunnel sind auf 12 Milliarden Franken veranschlagt. Befürworter verweisen auf die Fahrzeitverkürzung und die Entlastung der Strassen. Die Schweiz steht vor einer Richtungsentscheidung.
Die rote Bestie rast weiter – ob sie zum Fluch oder Segen wird, entscheidet sich in den nächsten Monaten.
Detail Author:
- Name : Sambo
- Username : admin
- Email :
- Birthdate :
- Address :
- Phone :
- Company :
- Job :
- Bio :
